Capra Sempione

Mit ihrem schneeweissen, langen Fell ist die Capra Sempione eine wunderschöne, faszinierende Erscheinung. Sie hat wie die Schwarzhalsziege, die Kupferhalsziege und die Grüenochte Geiss eine lange Tradition im Wallis, fiel aber – gleich wie ihre Schwesterrassen – bei der Rassenbereinigung 1938 durch die Maschen. Seither galt sie nicht mehr als offizielle Rasse, wodurch sie praktisch komplett verschwand.
Allen Walliserziegen gemein ist der schlanke Körper, die langen Haare und die imposanten Hörner der Böcke, die auf ihre Abstammung von Afrikanischen Ziegen hindeutet. Auf historischen Bilder sieht man die verschiedenen Färbungen gemeinsam in einer Herde.

Liebhabergeiss in verschiedenen Ländern
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Capra Sempione war die Simplonregion, sowohl auf Schweizer wie auch auf italienischer Seite in die nödlichsten Regionen des Piemont hinein. Im Rahmen des Rettungsprojekts für die Kupferhalsziege stiess ProSpecieRara noch auf wenige Simplerziegen im Wallis und anderen Regionen der Schweiz sowie in Süddeutschland. ProSpecieRara führt seit 2013 alle bekannten Tiere in der Schweiz und in Deutschland gleichwertig im Zuchtbuch der Walliser Ziegen (siehe Zuchtkonvention, Download unten). Der Bestand hat inzwischen die Talsohle durchschritten, ist aber noch immer sehr klein.


Info
Bestand im Herdbuch: Geissen 80, Böcke 32
Widerristhöhe: Geissen: 75 cm (+/- 5 cm) Böcke: 85 cm (+/- 5 cm)

Gewicht: Geissen: 55 kg (+/- 10 kg) Böcke: 75 kg (+/- 15 kg)

Rassestandard_Zuchtziel_Capra_Sempione_2019.10.23.pdf
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