Grüenochte Geiss


Der Grüenochte Geiss erging es bei der Rassenbereinigung 1938 trotz langer Tradition gleich wie ihren Schwesterrassen Capra Sempione und Kupferhalsziege: Sie wurde damals nicht in den Kreis der anerkannten Rassen aufgenommen und offiziell als unerwünscht erklärt. Vom Walliserziegen-Komplex schaffte es damals nur die Schwarzhalsziege auf die offizielle Rasseliste.

Während die vordere Körperhälfte der Schwarzhalsziegen schwarz und diejenige der Kupferhälse rot-braun ist, zeichnet die Grüenochte eine graue vordere Körperhälfte aus. Die Gitzi der Grüenochti sind häufig heller gezeichnet als die erwachsenen Tiere. Oft beobachtet man zudem dass die graue Partie gegen vorne heller wird. Körperbau, Hörner und Fellänge sind wie bei den anderen Rassen der Walliserziegen-Gruppe, sie alle unterscheiden sich dadurch deutlich von allen anderen Schweizer Ziegenrassen.


Bunte Ziegenvielfalt
Im Laufe des Rettungsprojekts für die Kupferhalsziege, stiess ProSpecieRara sowohl auf die ganz weisse Capra Sempione als auch auf die Grüenochtegeiss. Da historisch belegt ist, dass auch sie im Wallis früher häufiger vorkam und Teil der genetischen Vielfalt innerhalb der Walliserziegen ist, wurde im Jahr 2013 das 2006 für die Kupferhälse geschaffene Zuchtbuch um die beiden anderen Farbvarianten erweitert. Im Herbst 2020 hiess das Bundesamt für Landwirtschaft ein Gesuch von ProSpecieRara gut und anerkannte die Grüenochte Geiss offiziell als Schweizer Rasse. Seit Sommer 2021 wir die Rasse eigenständig im Zuchtbuch CapraNet des SZZV geführt. Der Bestand wächst langsam an, dennoch gehört die Grüenochte Geiss noch immer zu den seltensten Ziegenrassen der Schweiz.


Info
Widerristhöhe: Geissen: 75 cm (+/- 5 cm) Böcke: 85 cm (+/- 5 cm)

Gewicht: Geissen: 55 kg (+/- 10 kg) Böcke: 75 kg (+/- 15 kg)
Link zum Rasseporträt auf www.prospecierara.ch

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